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Die schweizerische Identität steht auf dem Spiel

«Hier drin ist die Welt noch in Ordnung, ein Saal voll mit Leuten, die die eigene Meinung noch sagen, und so soll es auch sein», mit diesen Worten eröffnete Domenik Ledergerber als erster von zwei Rednern den politischen Teil der alljährlichen Metzgete in Turbenthal. Der von der SVP- Sektion Turbenthal organisierte Traditionsanlass war – wie auch in den vergangenen Jahren – ein voller Erfolg; der Saal der Armbrustschützen war von Anfang an gut besucht und die Stimmung war sowohl gesellig als auch friedlich. Obwohl geplatzte Blutwürste das Küchenteam auf Trab hielten und durch dieses kleine Malheur einige Gäste ein wenig länger auf die ersehnten Fleischgerichte warten mussten, darf an dieser Stelle festgehalten werden, dass sich die Warterei mehr als gelohnt hat, da die Qualität der von Kantons- und Nationalräten servierten Speisen hervorragend war.

«Ihr seid das Fundament der SVP und von unserem Land, so sind wir stark geworden», fuhr Domenik Ledergerber mit seinem Vortrag fort. Jene Basis werde jährlich mit steigenden Krankenkassenbeiträgen konfrontiert, während die Stadt Zürich im Januar 2026 beschlossen habe, eine kostenlose Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers dauerhaft zu etablieren. Die Schweiz müsse ihre Grenzen wieder schützen und die Zuwanderung begrenzen, was mit der Annahme der Nachhaltigkeitsinitiative ‘Keine 10-Millionen-Schweiz’ wieder möglich wäre. Gemäss Domenik Ledergerber stiegen die jährlichen Asylkosten der Gemeinde Turbenthal in den letzten vier Jahren um das Vierfache (!) auf 800’000 Franken. Ausserdem seien die 399 Plätze der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf zu 85 % mit Ausländern belegt. Neben diesen Missständen zeige sich die masslose Zuwanderung vor allem auch in der Überlastung der Infrastruktur, sei es bei der Wohnungssuche, beim Befahren der Strasse oder bei der Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel. Diese Herausforderungen würden bei einer allfälligen Annahme des EU-Unterwerfungsvertrags noch grösser.

Derselben Meinung war auch der zweite Redner des Abends, Ueli Maurer, der nochmals betonte, wie wichtig es ist, die eigene Meinung frei zu äussern: «Bei Verträgen mit der EU ist die Unsicherheit in der Bevölkerung teilweise gross, und dementsprechend hat man Angst Fehler zu machen und den falschen Weg einzuschlagen. Dabei entsteht die fatale Annahme, dass die Meinungsmacher in Politik und Wirtschaft schon wissen, was sie tun. Doch diese Annahme ist falsch – man muss sagen, was man denkt.» Er warnte davor, dass die Schweiz bei wichtigen Fragen nichts mehr zu sagen hätte und zu einem Satelliten der EU verkommen würde. Die Schutzklausel bezüglich Zuwanderung sei unwirksam, und sobald die Wirtschaft in der EU bergab gehe, entstehe eine Sogwirkung, die die Migration in die Schweiz befeuern sowie ihr Sozialsystem noch mehr strapazieren werde.

Diese Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen verändere nicht nur unsere Werte als Gesellschaft, sondern auch unsere schweizerische Identität. «Wir können vor dem EU-Vertrag noch Einfluss nehmen», betonte Ueli Maurer. Zudem identifizierte er ein gravierendes Problem, das unsere freie Meinungsäusserung betrifft: «Entweder man ist gleicher Meinung wie die Medien bzw. wie die oberen Meinungsführer oder man ist schlecht. Dieses Moralisieren darf nicht sein, denn man muss sagen können, was man denkt.» Am Ende des Abends waren die Bäuche der Gäste gefüllt und die Fleischwaren bis auf die Würste ausverkauft.

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